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Skoliose : Korsett und OP

Korsett

Luca hat seit längerem eine starke Wirbelsäulen-Verkrümmung ("linkskonvexe Kyphoskoliose").
Nachdem es zu Beginn hieß, es sein keine Korsett nötig/möglich, verschlimmerte sich diese Ende 2005 / Anfang 2006 so sehr (bis auf über 50°), dass wir etwas unternehmen mussten.

Im Mai 2006 bekamen wir eine "Cheneau-Derotations-Rumpforthese" von der AOK genehmigt und danach im Sanitätshaus Rahmouni in Stuttgart angefertigt.

Luca ohne Korsett 2006 Luca mit Korsett 2006

Die Eingewöhnungsphase fiel uns allen sehr schwer, auch aufgrund des heißen Wetters.
Zeitweise konnten Luca die Tragzeit zwar deutlich steigern aber Nachts hat es so gut wie nie geklappt.
Sein unregelmäßiger Stuhlgang mit Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung und die fehlende Sauberkeit war auch nicht gerade eine Erleichterung. So musste bei jedem Windelwechsel zuerst das Korsett aus- und danach wieder angezogen werden.
Die ganze Beweglichkeit ist schon stark eingeschränkt, so dass Luca viel Unterstützung beim Setzen, Aufstehen, Hinknieen... brauchte. Selbstständiges Spielen fand fast nicht mehr statt.
In der Schule klappte das Tragen insgesamt wohl besser, vielleicht weil wir Eltern doch weniger konsequent waren.
Insgesamt hatte Luca aufgrund seines Wachstums 3 verschiedene Modelle.

Im Laufe der Zeit wurde aber immer deutlicher, dass sich die Skoliose immer mehr verschlechterte und die Korsettversorgung im Verhältnis von Aufwand und Nutzen bei Luca nicht den erhofften Erfolg brachte.
Die Verkrümung betrug inzwischen 108 Grad.

Operation

Dr. Hoffmann aus Leonberg riet uns daher zu einer Operation in Neustadt/Holstein an der Ostsee in der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie mit Skoliosezentrum bei Professor Halm.
Am 4.9.2009 reisten wir dann nach einer Zwischenübernachtung in Hamburg zur Aufnahme an.
Die Klinik liegt sehr schön direkt am Strand.
Die Zeit vor der OP mit den ganzen Untersuchungen und Aufklärungsgesprächen war schwierig. Außerdem hatten wir irgendwie keinen Draht zu den Ärzten und dem Pflegepersonal. Das ganze Wochenende mussten wir auf dem Zimmer sitzen und warten, ob noch was ansteht.
Am 8.9.2009 fand dann die OP statt. Die Verabschiedung vor der OP-Schleuse war der härteste Moment. Man übergibt sein Kind, das "nur" einen krummen Rücken hat und weiß nicht, wie alles nach dem Eingriff sein wird.
Gegen Nachmittag erreichte uns dann der Anruf der Klinik, dass wir zu Luca auf die Intensivstation dürften.
Er hatte die Operation ganz gut überstanden und war erstaunlich fit. Die Atmung machte keine Probleme und er war nicht intubiert. Gegen die Schmerzen hatte er einen Periduralkatheter.
Am nächsten Tag wurde er schon an den Bettrand gesetzt und zum Wochenende war er wieder auf der Normalstation.
Es ging von Tag zu Tag besser und wir waren total überrascht, dass Luca schon am 21.09.2009 wieder entlassen werden sollte.
Mutter und Sohn wurden von den Großeltern abgeholt. Die lange Fahrt von der Ostsee bis nach Hause verlief alles in allem sehr ruhig.

Luca vor der OP 2009 Luca nach der OP 2009

Lucas Wirbelsäule wurde von Th2 bis L2 versteift. Die Skoliose konnte bis auf 28 Grad reduziert werden.
Die Kyphose ist ebenfalls weniger stark ausgeprägt.

Für uns war die Operation ein voller Erfolg :
Luca ist deutlich aufgerichteter. Ein Korsett ist nicht mehr notwendig. Er ist daher mobiler und trotz der Versteifung erstaunlich beweglich.

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